Unsere Lieblingsplätze in Regensburg, die wir jedem unbedingt empfehlen würden zu besuchen:

Die Steinerne Brücke

Wer kennt nicht das Lied: „Es geht über den Main, eine Brücke von Stein…“ Hier ist es die Donau, nur reimt sie sich nicht mit Stein, ist aber mindestens so imposant anzuschauen wie der Main in Würzburg. Und es gibt gefährliche Donaustrudl! Die Wellen im Kuchen Donaustrudl (hier ein Rezept), mit der Marmorkuchen-Mischung aus gelb und braun und den Kirschen darin, bringen dies gut zum Ausdruck. Man genießt das Panorama rechts und links der Brücke. Stadtwärts gewandt erhebt sich vor einem linkerhand das große Gebäude des Salzstadels, in dem sich das Besucherzentrum Welterbe befindet und auch im Oktober die Ausstellung „Raum und Freude – Kunstschätze aus dem Himalaya“ stattfindet. Von der Brücke gelangt man nach Stadtamhof, früher eine eigene Stadt. Hier kann man die Straße kurz auf und ab schlendern und dann zurückgehen.

Die Wurstkuchl an der Donau

Gleich neben der Steinernen Brücke steht ein kleines Häuschen, in dem wie in alter Zeit auf einem großen Rost die Würstl gebraten werden. Drin ist wenig Platz zum Sitzen, aber man sollte unbedingt einen Blick in die urige Stube hineinwerfen. Draußen an der Donau sitzt es sich auf den Stühlen umso schöner. Man beachte die Kerben mit Jahreszahlen am Haus, die die Höhe des Hochwassers anzeigen.

Die Porta Praetoria

Bekanntermaßen wurde Regensburg von den Römern gegründet – allerdings stammt der Name nicht von Lat. Regina ab, sondern vom Fluss Regen, der sich von *reginos „der (Fluss) mit Abhängen“ ableitet. (siehe Forschergruppe NAMEN). Die Porta Praetoria ist das einzig erhaltene Ausfalltor des römischen Legionärslagers. Das imposante Tor lässt erahnen, wie gewaltig dieses Lager einmal früher gewesen muss.

Das alte Rathaus

Das alte Rathaus stammt aus der Zeit, in dem Regensburg Freie Reichstadt war. Vom 17. bis 19. Jahrhundert wurde hier der Immerwährende Reichstag abgehalten. Das alte Rathaus sollte man unbedingt besichtigen. Hier gibt es auch den legendären „Grünen Tisch“ zu sehen, von dem die Redewendung „etwas am grünen Tisch entscheiden“ stammen soll, ein Beratungstisch der Behörden, an dem so manche Entscheidung getroffen wurde, die mit der Praxis wenig zu tun hatte.

Der rote Herzfleck

Geht man vom Rathaus aus gesehen links durch einen Torbogen, landet man beim „Roten Herzfleck“, eine kleine lauschige Ecke Regensburgs, mit Garten und Bankerl. Übrigens gibt es gegenüber vom Rathaus leckere Prinzess-Pralinen zu kaufen.

Die Statue des Don Juan de Austria

Dieser berühmte Ritter wurde 1547 in Regensburg geboren. Damals hatte Kaiser Karl V. in Regensburg mit der schönen Gürtlerstochter Barbara Blomberg einen unehelichen Sohn gezeugt, der für seine ruhmreichen Taten sehr bekannt werden sollte. Als Befehlshaber der spanischen Flotte und Statthalter der habsburgischen Niederlande kämpfte er 1571 in der Seeschlacht um Lepanto siegreich gegen die Osmanen, die damals die Mittelmeerländer erobern wollten. Die Statue steht am Zieroldsplatz. Wenn man vom alten Rathaus in Richtung Steinerne Brücke geht, passiert man den Kohlenmarkt. Dort muss man links abzweigen – und da steht Don Juan bereits schon.

Mit Einkehr in der Wurstkuchl und Besichtigung des alten Rathauses empfehle ich ungefähr drei Stunden für den kleinen Ausflug einzuplanen.

Siehe auch Baudenkmäler der Stadt Regensburg