Konzeption

Zum Titel „Raum und Freude“

Der Titel „Raum und Freude“ verdeutlicht einen wichtigen Schlüsselgedanken im Diamantweg-Buddhismus. Raum und Freude stellen zwei grundlegende Eigenschaften des menschlichen Geistes dar. Der Raum symbolisiert die grenzenlosen Möglichkeiten, die dem Geist natürlicherweise innewohnen. Wenn man sich dieser Möglichkeiten des Geistes gewahr wird und sie zum Nutzen aller einsetzt, entsteht Freude. Die gezeigten Statuen, Thangka-Drucke und Ritualgegenstände bringen diese beiden Eigenschaften zum Ausdruck.

Zum Begleittitel „Kunstschätze aus dem Himalaya“

Die Himalaya-Region ist wegen ihrer Abgeschiedenheit und ihrer klaren Weite ein Gebiet großer Spiritualität. Sie hat viele große Meditationsmeister hervorgebracht, deren Erfahrung sich auch durch hohe Kunstfertigkeit ausdrückt. Die aus Tibet, Nepal und Bhutan stammenden Statuen sind von besonderem historischen Wert, weil sie für uns Botschafter der mehr als 2400 Jahre alten Kulturen sind. Auch ihre Anordnung in der Ausstellung entspricht einem traditionellen Grundmuster (Mandala). Damit tritt der Besucher der Ausstellung in den Kraftkreis der Buddhas ein.

Symbolik der Exponate

Statuen und Thangkas (Rollbilder) sind im Buddhismus Träger einer tiefen Symbolik, die über den rein künstlerischen Aspekt hinausgeht. Deshalb werden mit dieser Ausstellung nicht nur einzigartige Kunstschätze aus dem Himalaya gezeigt, sondern auch innere geistige Fähigkeiten wiedergespiegelt, wie Offenheit, Freude und Mitgefühl. Alle Exponate sind nach buddhistischer Tradition gefüllt, bemalt und gesegnet und werden als Meditationsobjekte verwendet.

Aufbau der Ausstellung

Grundthema der Ausstellung ist die buddhistische Zuflucht, die Ausrichtung auf bleibende Werte. Die buddhistische Zuflucht wird im tibetischen Buddhismus durch den sogenannten Zufluchtsbaum bildhaft dargestellt. Mehr…